Jetzt zählt für Deutschlands Eishockey-Team nur der Sieg!

Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand sind für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bisher eine emotionale Achterbahnfahrt, doch die Vorrunde ist Geschichte! Jetzt steht alles auf Null! Im entscheidenden Qualifikationsspiel gegen Frankreich kämpft das Team von Bundestrainer Harold Kreis um den Einzug ins Viertelfinale. Die Stimmen der Stars und Experten sind sich einig, eine deutliche Leistungssteigerung ist unumgänglich, denn jetzt zählt nur noch der Sieg.

Ein Turnier mit Höhen und Tiefen

Der Start ins olympische Turnier verlief für das mit NHL-Stars wie Leon Draisaitl, Tim Stützle und Moritz Seider gespickte Team vielversprechend. Mit einem Sieg gegen Dänemark setzte die Mannschaft ein erstes positives Zeichen, doch die Freude währte nicht lange. Im zweiten Spiel folgte eine bittere und unerwartete Niederlage gegen Lettland, gefolgt von einer klaren Niederlage gegen das Top-Team aus den USA. Die durchwachsene Bilanz der Vorrunde zwingt das DEB-Team nun in die Qualifikation.

Schonungslose Analyse & ein Funken Hoffnung

Nach den schwankenden Leistungen sparten die Führungsspieler nicht mit Selbstkritik, zeigten sich aber auch kämpferisch. Superstar Leon Draisaitl fand nach der Lettland-Pleite klare Worte und betonte, dass das Powerplay „um einiges besser sein könne“ und man sich durch zu viele Strafen selbst geschwächt habe. Er bemängelte zudem die mangelnde Konsequenz im Spiel und die schlechte Chancenverwertung.

Der langjährige Kapitän Moritz Müller brachte nach der Niederlage gegen die USA ein grundlegendes Problem auf den Punkt und kritisierte, dass „die Masse an Einzelstars noch nicht als Team funktioniert“. Eine klare Ansage, die den Finger in die Wunde legt.

Trotz der Enttäuschung über die Ergebnisse gibt es auch positive Signale. Moritz Seider und Tim Stützle hoben das „super erste Drittel“ gegen die USA hervor, in dem man schnell, einfach und auf Augenhöhe agierte. Das Problem sei, dass man von diesem einfachen Spiel abkam. Seider mahnte! Man müsse lernen, „über 60 Minuten konstant zu spielen und die Kleinigkeiten richtig zu machen.“ Stützle wertete die gezeigte Leistung gegen einen Top-Gegner dennoch als „Schritt in die richtige Richtung“ und betonte den optimistischen Blick nach vorne.

Auch die Experten analysieren die Lage. TV-Experte Rick Goldmann bringt es auf den Punkt: „Du musst dieses Spiel definitiv gewinnen. Du musst ins Viertelfinale kommen.“ Ex-Bundestrainer Marco Sturm vermutet hinter dem Torwartwechsel im USA-Spiel einen strategischen Zug, um Philipp Grubauer für die K.o.-Runde zu schonen.

Alles oder Nichts gegen Frankreich

Im K.o.-Spiel gegen Frankreich gibt es keine zweite Chance mehr. Ein Sieg ist absolute Pflicht um in die Runde der letzten Acht einzuziehen. Das DEB-Team muss die Kritik annehmen und von der ersten Minute an als geschlossene Einheit auftreten. Es gilt das schnelle und einfache Spiel aus den starken Phasen über die gesamte Spieldauer zu zeigen.

Bei einem Sieg würde im Viertelfinale voraussichtlich die Slowakei warten. Ein Gegner der als stark, aber nicht unschlagbar gilt! Der Fokus muss jetzt voll und ganz auf der bevorstehenden Aufgabe gegen Frankreich liegen!

Fazit: Das Potenzial ist da – jetzt müssen Taten folgen

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat das Talent und die Qualität, um bei den Olympischen Spielen in Mailand vielleicht sogar ins Halbfinale einzuziehen. Die Vorrunde und die schonungslose Analyse der Spieler und Experten haben jedoch gezeigt, dass individuelle Klasse allein nicht ausreicht. Es bedarf einer geschlossenen Mannschaftsleistung, taktischer Disziplin und dem unbedingten Willen, die erkannten Schwächen abzustellen. Die Erkenntnis mit den Top-Teams mithalten zu können, wenn man den eigenen Plan konsequent verfolgt, sollte dem Team das nötige Selbstvertrauen für die entscheidende Phase des Turniers geben. Das Spiel gegen Frankreich wird zeigen, ob die Mannschaft bereit ist diesen entscheidenden Schritt zu gehen. Eishockey-Deutschland drückt die Daumen!