Ist Trainer Quenneville das fehlende Puzzleteil?
Die Anaheim Ducks haben in der NHL-Saison 2025-26 eine beeindruckende Transformation durchgemacht. Nach einem enttäuschenden letzten Platz in der Pacific Division im Vorjahr hat sich das Team nun in der Spitzengruppe der Western Conference etabliert. Viele Fans und Experten fragen sich: Ist der neue Trainer Joel Quenneville der Hauptgrund für diesen erstaunlichen Umschwung?
Ein Blick auf die Statistik genügt, um den dramatischen Wandel zu erkennen. Am 9. Dezember 2024 standen die Ducks am Ende der Pacific Division. Mitte Dezember 2025 hat sich dieses Bild verfestigt! Die Ducks sind ein ernstzunehmender Playoff-Kandidat. Dieser Sprung ist nicht nur ein statistisches Kuriosum, sondern das Ergebnis einer tiefgreifenden Veränderung innerhalb des Teams. Im Zentrum dieser Veränderung steht ein Name: Joel Quenneville!
Der Quenneville-Effekt: Mehr als nur ein neuer Trainer
Am 8. Mai 2025 gaben die Anaheim Ducks die Verpflichtung von Joel Quenneville als neuen Head Coach bekannt. Ein Name der in der Eishockeywelt für Erfolg steht. Mit drei Stanley-Cup-Ringen aus seiner Zeit bei den Chicago Blackhawks und dem zweiten Platz auf der ewigen Trainer-Siegerliste der NHL brachte Quenneville eine immense Erfahrung und eine klare Vision mit nach Anaheim.
Sein Einfluss war sofort spürbar. Spieler beschreiben die Atmosphäre unter Quenneville als „einen frischen Wind“. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Greg Cronin, dessen Methoden als sehr fordernd und starr galten, setzt Quenneville auf einen moderneren Ansatz. Er gibt seinen jungen, talentierten Spielern das Vertrauen und die Freiheit, ihre Fähigkeiten auf dem Eis zu entfalten. Das Ergebnis ist ein schnelleres, offensiveres und vor allem erfolgreicheres Eishockey.
„Wieder hinter der Bande zu stehen, ist der spaßige Teil des Spiels“, sagte Quenneville. „Ich denke wir können uns verbessern, die Art wie wir spielen wollen, wie wir uns auf dem Eis bewegen wollen, konstanter werden, aber wir sind ein junges Team und es ist wahrscheinlich eine Veränderung gegenüber dem, was sie gewohnt sind zu spielen.“
Die jungen Wilden explodieren: Carlsson, Gauthier & Co.
Unter Quennevilles Führung hat sich eine Gruppe junger, hochtalentierter Spieler zu den Leistungsträgern des Teams entwickelt. Angeführt von den Top-Draft-Picks Leo Carlsson, Cutter Gauthier und Mason McTavish spielen die Ducks ein atemberaubendes Offensiv-Eishockey.
• Leo Carlsson: Der junge Schwede hat sich zu einem der Top-Scorer der Liga entwickelt. Mit 38 Punkten in den ersten 31 Spielen und einer beeindruckenden 10-Spiele-Punkteserie hat er bereits Vereinsgeschichte geschrieben.
• Cutter Gauthier: Der von den Philadelphia Flyers akquirierte Stürmer ist eine Tormaschine. Er führt die Liga bei den Schüssen pro Spiel an und erzielt Tore aus allen Lagen.
• Mason McTavish: Als einer der etablierteren jungen Spieler im Team, liefert McTavish konstant starke Leistungen und ist ein wichtiger Baustein im System von Quenneville.
Die Ducks führen die NHL mit fünf Spielern an, die im Schnitt mehr als einen Punkt pro Spiel erzielen. Die Offensive produziert Tore am laufenden Band und gehört zu den gefährlichsten der Liga. Dies ist ein direktes Resultat des neuen, auf Angriff ausgerichteten Systems von Coach Q.
Mehr als nur Offensive: Ein komplettes Team
Doch der Erfolg der Ducks basiert nicht nur auf der Offensive. Auch in der Defensive und im Tor hat sich das Team stabilisiert. Torhüter Lukas Dostal zeigt konstant starke Leistungen und gibt der Mannschaft den nötigen Rückhalt. Junge Verteidiger wie Olen Zellweger und Jackson LaCombe entwickeln sich unter der neuen Führung prächtig.
Fazit: Quenneville ist der Architekt des Erfolgs
Die Frage ob Joel Quenneville der Unterschied bei den Anaheim Ducks ist, lässt sich mit einem klaren Ja beantworten. Er ist der Architekt dieses beeindruckenden Umschwungs. Seine Erfahrung, seine moderne Herangehensweise und seine Fähigkeit das Beste aus seinen jungen Spielern herauszuholen haben die Ducks von einem Kellerkind zu einem Top-Team der Western Conference geformt.
Die Saison ist noch lang, doch der Trend ist eindeutig. Der jüngste 4:1-Auswärtssieg gegen die starken New York Rangers unterstreicht, dass der Erfolg der Ducks kein Zufall ist. Mit einer soliden Position in den Top 5 der Western Conference beweist das Team, dass es das hohe Niveau halten kann. Der Weg aus dem Tabellenkeller in die Spitzengruppe ist ein starkes Statement – und mit Joel Quenneville an der Bande scheint dies erst der Anfang einer neuen, erfolgreichen Ära in Anaheim zu sein.
