Mit Tempo, Taktik und Top-Neuzugängen an die Spitze der DEL?
Die Eishockey-Saison 2025/26 ist in vollem Gange und ein Team sorgt für Furore: die Straubing Tigers. Mit einem beeindruckenden Saisonstart haben sich die Niederbayern an der Tabellenspitze der Deutschen Eishockey Liga (DEL) festgesetzt. Wir werfen einen genauen Blick auf das Erfolgsrezept, die starken Neuzugänge und die Rolle von Star-Torhüter Henrik Haukeland.
Ein historischer Saisonstart: Die Zahlen sprechen für sich
Nach zehn absolvierten Spielen thronen die Straubing Tigers mit 24 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz, nur knapp hinter den Adlern aus Mannheim. Mit acht Siegen aus den ersten zehn Partien haben die Tigers den besten Saisonstart ihrer DEL-Geschichte hingelegt. Diese beeindruckende Leistung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer perfekten Balance aus offensiver Durchschlagskraft und defensiver Stabilität.
Mit 36 erzielten Toren stellt Straubing eine der gefährlichsten Offensiven der Liga, während die Defensive mit nur 22 Gegentoren zu den sattelfestesten zählt. Dieses positive Torverhältnis von +14 ist ein klares Indiz für die Dominanz und Effizienz des Teams.
Das Gehirn hinter dem Erfolg: Craig Woodcrofts meisterhafte Taktik
Cheftrainer Craig Woodcroft hat den Tigers eine neue Identität verliehen. Sein System basiert auf Tempo, Aggressivität und einer bemerkenswerten Zweikampfstärke. Durch wöchentliche „Battle Days“ im Training werden Eins-gegen-eins-Situationen intensiv geübt, was sich auf dem Eis auszahlt: Die Straubing Tigers sind das statistisch beste Zweikampf-Team der gesamten Liga.
Ein weiterer Geniestreich Woodcrofts ist das ausgeglichene Eiszeit-Management. Anstatt sich auf wenige Top-Reihen zu verlassen, verteilt er die Verantwortung auf alle vier Angriffsformationen. Kein Stürmer spielt übermäßig viel, was es dem Team ermöglicht, das extrem hohe Tempo über die gesamte Spieldauer aufrechtzuerhalten. „Wenn wir unsere große Stärke, die Geschwindigkeit, ausspielen, können nicht viele mit uns mithalten“, bestätigt Neuzugang Filip Varejcka.
Die Neuzugänge: Frisches Blut, das sofort zündet
Die Kaderplanung für die Saison 2025/26 war ein voller Erfolg. Die Neuzugänge haben sich nahtlos in das Team integriert und tragen maßgeblich zum aktuellen Höhenflug bei.

Besonders die Verpflichtung von Stürmer Wade Allison, einem Power-Forward mit NHL-Erfahrung, und die Rückkehr von Eigengewächs Stefan Loibl haben der Offensive neue Impulse verliehen. Leider müssen die Tigers aktuell auf Tyler Madden verzichten, der aufgrund einer Unterkörperverletzung für rund vier Wochen ausfällt.
Henrik „Hauki“ Haukeland: Die neue Wand im Tor der Tigers
Die vielleicht wichtigste Verpflichtung war die von Torhüter Henrik Haukeland. Der norwegische Nationaltorwart, der nach dem Abstieg der Düsseldorfer EG nach Straubing kam, erfüllt die hohen Erwartungen auf ganzer Linie. Mit einer Fangquote von über 93% und einem Gegentorschnitt von nur 1,6 pro Spiel gehört er zu den absoluten Top-Goalies der Liga. Seine Ruhe und seine spektakulären Paraden geben der Mannschaft den nötigen Rückhalt. Verteidiger Adrian Klein bringt es auf den Punkt: „Ohne Hauki wäre es nicht möglich.“
Fazit und Ausblick
Die Straubing Tigers präsentieren sich in der Saison 2025/26 als ein top-eingestelltes, hungriges und extrem spielstarkes Team. Die Mischung aus taktischer Finesse, der individuellen Klasse der Neuzugänge und einem überragenden Torhüter macht sie zu einem ernsthaften Anwärter auf die oberen Tabellenplätze. Wenn das Team von Verletzungen verschont bleibt und das hohe Niveau halten kann, ist der Weg für eine lange und erfolgreiche Saison geebnet. Die Fans in Straubing dürfen vom großen Wurf träumen.
